Interview mit Katharina Götte:
Fächer: Latein, Englisch, katholische Religion
Ich bin Lehrerin geworden, weil es mir schon als Kind Spaß gemacht hat meine beiden jüngeren Geschwister im Kinderzimmer zu „unterrichten“. Später habe ich meine Freude daran entdeckt anderen Schülern Nachhilfe zu geben.
Das hat mich auch in meinem Wunsch bestärkt Lehrerin an einer weiterführenden Schule zu werden. Bei einem Praktikum in der Grundschule habe ich außerdem gemerkt, dass es anstrengend sein kann Grundschüler zu unterrichten.
Würden Sie noch mal Schülerin sein wollen?
In der Unter- oder Mittelstufe wäre ich nicht noch einmal gerne Schülerin, aber die Oberstufe habe ich wegen der Schwerpunktsetzung und meiner Fokussierung auf interessante Fächer sehr genossen.
An was können Sie sich von Ihrer Unterrichtstunde erinnern?
Die erste Unterrichtsstunde, an die ich mich erinnere, war während meines Referendariats im Fach Religion. Hier kann ich mich besonders an das Feedback erinnern, was eigentlich positiv war. Ich sollte nur darauf achten, dass ich nicht zu nett formuliere, dass Schüler Hausaufgaben machen sollen.
Was gefällt Ihnen an unserer Schule?
Besonders gefällt mir die offene und warme Atmosphäre, sowohl im Kollegium als auch unter den Schülern. Außerdem ist das Freiherr-vom-Stein Gymnasium eine sehr engagierte Schule mit vielen Arbeitsgemeinschaften und Projekten, auch das nehme ich sehr positiv wahr.
Was würden Sie an unserer Schule gerne verändern?
Ich wünsche mir in unserem Kollegium mehr Teamarbeit, zum Beispiel gemeinsame Unterrichtsvorbereitung, denn das ist nicht nur eine Entlastung, sondern vor allem auch eine Bereicherung.
Was würden Sie den Schülern dieser Schule als "Motto" mitgeben?
"Lebe dein Leben", würde mir jetzt spontan einfallen. Das meine ich so, dass man sein Leben selbst gestalten und Freude an seinem Leben haben sollte.
Haben Sie ein Vorbild?
In meiner Jugend habe ich den heiligen Franziskus von Assisi sehr bewundert. Seine einfache Lebensweise und sein Gottvertrauen haben mich beeindruckt und beeinflusst. Es gibt eine Fülle von anderen Persönlichkeiten, die mich faszinieren, weil sie authentisch und überzeugend sind: Mahatma Gandhi, Mutter Teresa, Maximilian Kolbe, Edith Stein….
Was würden Sie in der Welt verändern wollen, wenn Sie könnten?
Wenn ich könnte, würde ich gerne mehr für den Umweltschutz tun, weil das eines der drängendsten Probleme unserer Zeit ist. Außerdem liegt mir soziale Gerechtigkeit sehr am Herzen, darunter fällt meiner Meinung nach auch, - und darin sehe ich meinen besonderen Auftrag als Lehrerin - dass jedes Kind eine gute Bildung erhält.
Jetzt geben wir Ihnen eine Situation vor und Sie entscheiden, was Sie dann tun würden:
-Wenn ich morgen im Lotto gewänne, dann... würde sich für mich nichts Großartiges ändern, vielleicht würde ich ein eigenes Haus kaufen und auf jeden Fall einen großen Teil für soziale Projekte spenden.
-Wenn ich morgen zur Bundeskanzlerin gewählt würde, dann... würde ich versuchen gegen den Klimawandel anzukämpfen und mich für mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland, aber auch in der restlichen Welt einsetzen.
-Wenn ich eine berühmte Persönlichkeit treffen könnte, dann... wäre das Mahatma Gandhi wegen seines Versuchs des passiven Widerstandes und seinen Erlebnissen während des Freiheitskampfes.
Herzlichen Dank für das Interview