Seit 2016 bereichert Herr Schubert unsere Schule. Täglich überwindet er die Strecke Münster-Hamm, um uns mit seinem Wissen weniger dumm sterben zu lassen. Jetzt stellt er sich mutig unseren Fragen.
Gab es in Ihrer Schulzeit einen Lehrer der Einfluss auf Ihr weiteres Leben hatte?
Einfluss wäre zu weit gegriffen. Meine damalige Geschichtslehrerin fand ich sehr gut, bei der ich den LK hatte. Mir hat ihre Art zu unterrichten sehr gefallen.
Inwiefern haben Sie sich als Lehrer entwickelt?
Mein Referendariat ist noch nicht lange her, aber ich bin auf jeden Fall souveräner geworden. Ich versuche vor allem auf jeden einzelnen Schüler einzugehen. Das schafft man leider nicht immer, weil man nicht unendlich viel Zeit hat, aber es ist auf jeden Fall mein Ziel.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre mehr oder weniger Spaß?
Eine sehr interessante Frage. Ich hoffe natürlich, dass das Unterrichten später immer noch genauso viel Spaß machen wird wie jetzt. Ich habe selber auch das Interesse und die Freude am Unterrichten, was hoffentlich noch lange so bleiben wird. Aber ich denke dadurch, dass man immer neue Schüler bekommt, wird es nie langweilig.
Denken Sie, dass es manchmal notwendig ist bei den Schülern durchzugreifen?
Ja, durchgreifen muss man auf jeden Fall, es gibt Regeln, an die sich alle halten müssen, damit das Zusammenarbeiten funktioniert. Es ist aber auch wichtig, dass die Schüler die Regeln selber mitgestalten dürfen. Natürlich habe ich als Lehrer die Funktion diese dann durchzusetzen.
Was gehört für Sie zu einem guten Schüler?
Interesse und Respekt. Außerdem finde ich es wichtig, dass Schüler akzeptieren, wenn es mal nicht so läuft und trotzdem weiter machen. Ich freue mich immer über eine positive Grundeinstellung und Freundlichkeit. Dasselbe sollte auch zu einem guten Lehrer gehören und zusätzlich auch noch die Freude am Unterrichten.
Achten Sie auf das äußere Erscheinungsbild von Schülern?
Ja, auch einfach aus Interesse und um zu beobachten, wie sich die Schüler verändern und entwickeln. Es gehört für mich einfach zu einem guten Verhältnis, wenn einem auffällt, dass ein Schüler zum Beispiel eine neue Brille oder eine neue Frisur hat. Ich spreche natürlich nicht alles an, aber finde trotzdem, dass dieses grundsätzliche Interesse einfach zu einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung dazu gehört.
Wenn Sie eine Sache an der Schule verändern dürften, welche wäre das?
Ich fände es schön, wenn die Schule mehr digitalisiert wird, da man so viel mehr Möglichkeiten hat den Unterricht zu gestalten. Ich bin froh, dass sich unsere Schule dafür einsetzt und an der Umsetzung arbeitet.
Wie ist Ihre Einstellung zum Handyverbot an unserer Schule und halten Sie es für notwendig?
Das Handy gehört für die meisten Lehrer und Schüler mittlerweile zum Alltag. Ich verstehe aber auch, warum es ein Handyverbot gibt. Ich kann beide Seiten nachvollziehen. Es sollte ein Mittelweg gefunden werden, was jedoch in der Umsetzung problematisch ist.
Was halten Sie von EVA und Freistunden?
Ich finde beides richtig und gut. Schüler lernen dadurch Eigenverantwortung, was vor allem für ihr späteres Leben wichtig ist.
Wie notwendig finden Sie Hausaufgaben?
Notwendig, da man nicht alles im Unterricht unterbringen kann, wie zum Beispiel Vokabeln lernen. Ich denke auch, dass man zu Hause konzentrierter arbeiten kann.
Was halten Sie von der Notengebung?
Für mich als Lehrer eindeutig das Schwierigste, da es viele Nerven kostet. Man will so fair sein wie möglich, trotzdem bleibt es ein schwieriges Thema.
Was haben Sie für einen Musikgeschmack?
Ich höre am liebsten handgemachte Musik, am liebsten Rock.
Würden Sie bei sich selber Unterricht haben wollen?
Meistens ja. Ich versuche schließlich das umzusetzen, was ich mir als Schüler damals gewünscht hätte.
Wenn Sie sich die Kinder Ihrer Klasse vor Ihrem geistigen Auge vorstellen, was brauchen Sie am meisten, um eine glückliche Schulzeit zu haben?
Unterstützung und einen Ansprechpartner. Ich denke, dass sich jeder Schüler wünscht, wahrgenommen zu werden. Außerdem finde ich Respekt gegenüber den Schülern wichtig.
Wie würden Sie die Schülerschaft am Stein beschreiben?
Sympathisch, höflich und größtenteils fleißig. Wir können uns auf jeden Fall glücklich schätzen, sowohl Lehrer als auch Schüler.
Wir hoffen Sie behalten Ihre lustige und respektvolle Art!