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Wie ein Blitz flitzt er über die Flure des Steins, stets laufend und dank seiner Siebenmeilen-Birkis immer pünktlich. Unser liebevoller Lehrer Wolfgang Beu stellte sich mutig den Interviewfragen des Homepagekurses.

Gab es in Ihrer Schulzeit einen Lehrer der Einfluss auf Ihr weiteres Leben hatte?
Ja, mein Deutschlehrer. Er war einfach gut, seriös und kompetent.

Inwiefern haben Sie sich als Lehrer entwickelt?
Früher stand für mich das intrinsische Motiv im Vordergrund, aber mit der Zeit habe ich gelernt, dass das Verhältnis zu den Schülern mindestens genauso wichtig ist.

Was unterscheidet den Unterricht, den Sie früher genossen haben, von dem, den Sie jetzt geben?
Es war stärker lehrerzentriert. Heute werden die Schüler mehr in den Unterricht eingebunden und der Lehrer steht nicht mehr alleine im Mittelpunkt.

Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre mehr oder weniger Spaß?
Mit der Routine und der Erfahrung, die man mit der Zeit dazu gewinnt, wird das Unterrichten auf jeden Fall entlastet.

Bevorzugen Sie strengen oder liberalen Unterricht?
Streng, wobei ich jedoch das Adjektiv konsequent bevorzuge, da streng doch sehr pejorativ konnotiert ist.

Was war Ihr peinlichstes Erlebnis als Lehrer?
Einmal habe ich zu heftig auf das Fehlverhalten einer Schülerin reagiert, was mir im Nachhinein sehr unangenehm ist und mir leid tut. Ich habe mich natürlich bei ihr entschuldigt.

Wie beurteilen Sie das Verhalten der Schüler von heute mit der Zeit als Sie begannen?
Man kann es nicht generalisieren, jedoch fällt auf, dass der Respekt in manchen Fällen nachgelassen hat.

Was gehört für Sie zu einem guten Schüler bzw Lehrer?
Intrinsische Motivation ist für mich das A und O. Außerdem natürlich Respekt und Freundlichkeit, was auf Gegenseitigkeit beruhen sollte.

Achten Sie auf das äußere Erscheinungsbild von Schülern?
Ja, aber es ist eher ein Wahrnehmen als ein Urteilen. Aussehen sollte keineswegs den Unterricht beeinflussen.

Was halten Sie von der Digitalisierung des Unterrichts und der häufigeren Benutzung von modernen Medien im Unterricht?
Nicht viel. Aus meiner Sicht ist es ein Hype. In manchen Fächern hat es sicherlich Vorteile, jedoch nicht in denen, die ich unterrichte.

Wie ist Ihre Einstellung zum Handyverbot an unserer Schule?
Ich stiefele da nicht hinterher. Es ist jedoch meine Pflicht einzuschreiten, wenn ich mitbekomme, dass jemand während der Schulzeit sein Handy benutzt. In Spezialfällen können natürlich Ausnahmen gemacht werden, soweit diese mit dem Lehrer abgesprochen sind.

Was halten Sie von EVA und Freistunden?
Zeit ist kostbar und knapp, von daher ärgert es mich, wenn Unterrichtszeit verloren geht. Verschwendete Zeit nervt mich sehr. An sich ist EVA nicht schlecht, aber es ist das Beste, wenn es erst gar nicht dazu kommt. Freistunden sind natürlich etwas anderes, die sind ja völlig ok.

Bevorzugen Sie G8 oder G9?
Natürlich G9. Die Lehrer werden ja leider nicht gefragt, aber wir waren damals alle gegen die Einführung von G8. Zu Kaiserszeiten gab es noch das zwölfjährige Abitur, welches dann durch Initative der Sozialdemokraten durch das dreizehnjährge Abitur ersetzt wurde, das weiß heute aber kaum noch jemand.

Wie finden Sie die Auswahl der Unterrichtsthemen und hätten Sie gerne mehr Einfluss darauf?
Über die Jahre bin ich mit dem Curriculum gut klar gekommen. Wir hatten früher mehr Freiheiten. Ich freue mich jedoch auf die meisten Themen und kann mich durchaus auf diese einlassen. Natürlich hat man persönliche Vorlieben, vor allem was Dichter oder Autoren angeht, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.









 

             
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