
Unsere humorvolle Lehrerin Frau Onkes stellte sich mutig den Fragen des Homepagekurses. Unsere Handy-Polizistin deckt im Ínterview die Wahrheit über das allen bekannte Gerücht auf, dass Herr Leckelt und sie eine Wette abgeschlossen hätten, die das Einsammeln der Handys zu einem Wettbewerb macht.
Gab es in Ihrer Schulzeit einen Lehrer, der Einfluss auf Ihr weiteres Leben hatte?
Ja, mein Englisch-LK Lehrer. Er hatte viel Spaß am Unterrichten, hat sich Zeit für die Schüler genommen und legte großen Wert auf Motivation.
Inwiefern haben Sie sich als Lehrerin entwickelt?
Es ist ein fortlaufender Prozess, man hört nie auf, sich weiterzuentwickeln. Vor allem, weil man immer neue Schüler bekommt und mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird.
Wie unterscheidet sich der Unterricht den Sie früher genossen haben von Ihrem Unterrichtsstil?
Es ist viel schülerzentrierter geworden. Früher war es eindeutig lehrerzentriert. Der Lehrer hat den Unterricht geleitet und die Schüler wurden weniger in den Unterricht eingebunden. Allerdings veränderte sich diese Vorstellung schon zu meinen Zeiten.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre mehr oder weniger Spaß?
Es kommt immer darauf an, wen man unterrichtet.
Bevorzugen Sie lieber strengen oder liberalen Unterricht?
Ich bevorzuge eine Mischung aus beidem.
Was war Ihre furchtbarste Unterrichtsstunde als Lehrerin?
Als ein Referendar meinen Kurs unterrichtet hat und ich nicht wusste, wie ich ihm noch helfen sollte.
Achten Sie auf das äußere Erscheinungsbild bei Schülern?
Klar, ein cooler Style fällt mir selbstverständlich auf oder wenn jemand drei Tage dasselbe trägt.
Was gehört für Sie zu einem guten Schüler?
Freundlichkeit, Motivation und Intelligenz.
Was war Ihr schönster Moment mit Ihren Schülern?
Es gibt keinen bestimmten Moment, aber ich finde es immer schön, einen Leistungskurs zu unterrichten. Man hat zu einem LK immer die engste Bindung. Als Stufenleitung ist es auch immer eine tolle Erfahrung. Meine letzte Stufe zu leiten, hat besonders viel Spaß gemacht, da sie alle sehr pflegeleicht und nett waren.
Wie beurteilen Sie das Verhalten der Schüler von heute mit der Zeit als Sie begannen?
Die Schüler sind weniger motiviert. Vielen ist nicht mehr bewusst, dass sie für sich selber lernen und arbeiten. Sie denken, dass sie Hausaufgaben für die Lehrer erledigen und vergessen dabei, dass es ihnen nur helfen soll, gut durch die Schulzeit zu kommen, damit sie später Erfolg haben können.
Was gehört für Sie zu einem guten Schüler?
Freundlichkeit, Motivation und Intelligenz. Natürlich auch Selbstständigkeit, wie zum Beispiel die Hausaufgaben zu erledigen oder selbstständig zu lernen.
Was wünschen Sie sich von Ihren Schülern?
Geburtstagsgeschenke, Brötchen...
Wenn Sie eine Sache an der Schule verändern dürften, welche wäre das?
Ich würde ein Lehrerraumprinzip einführen. Jeder Lehrer könnte seinen Raum selber einrichten und würde auch dafür sorgen, dass seine jeweiligen Medien funktionstüchtig sind.
Was halten Sie von der Technik an unserer Schule?
Generell gut, jedoch wäre es schön, wenn alles so funktionieren würde, wie es soll.
Was halten Sie von dem Handyverbot an unserer Schule?
Es gab eine Abstimmung unter Lehrern, Schülern und Eltern. Ich denke, dass es vernünftig ist und es meine Pflicht ist dem nachzugehen. Wir müssen uns an die Hausordnung halten und das beinhaltet auch das Einsammeln von Handys, wenn gegen das Verbot verstoßen wird. Die Gerüchte, dass ich eine Wette mit Herrn Leckelt habe, stimmen natürlich nicht.
Was halten Sie von EVA?
Ich fände es besser, wenn es wie am Beisenkamp gehandhabt werden würde. Teilweise ist es in den EVA-Räumen sehr laut und das stört wiederum diejenigen, die die Aufgaben vernünftig bearbeiten wollen.
Bevorzugen Sie G8 oder G9?
G9. Das Abitur ist nunmal ein Reifezeugnis. Ich denke, dass die Schüler am Ende von G8 noch nicht die notwendige Reife besitzen. Die älteren Schüler haben früher auch eher eingesehen, dass sie für sich arbeiten und nicht für die Lehrer.
Wie finden Sie die Auswahl der Unterrichtsthemen und hätten Sie gerne mehr Einfluss darauf?
Eigentlich ist die Auswahl ganz gut, da sie alle zwei Jahre abgeändert wird.
Wie notwendig finden Sie Hausaufgaben?
Sehr notwendig. Ich versuche es gering zu halten und mache eine Abstufung vom Leistungskurs zum Grundkurs. Wenn man die Hausaufgaben erledigt, muss man auch nicht mehr so viel für die Klausur nacharbeiten.
Was halten Sie von der Notengebung?
Ich finde es sehr sinnvoll und wichtig.
Wie waren Ihre Leistungen in der Schulzeit und Uni?
In der Schulzeit sehr gut. In der Uni dann sehr gut bis gut.
Was haben Sie für einen Musikgeschmack?
Sehr unterschiedlich. Ich höre eigentlich alles außer Schlager.
Was gehört für Sie zu einem guten Lehrer?
Empathie, Fachwissen und Pünktlichkeit.
Würden Sie bei sich selber Unterricht haben wollen?
Manchmal ja, manchmal nein.
Wie würden Sie die Schülerschaft am Stein beschreiben?
Freundlich und nett. Es ist ein gutes Klientel. Grundsätzliche Höflichkeitsregeln werden zwar weniger beachtet, wie zum Beispiel den Müll wegzuräumen oder die Tür aufzuhalten, aber im Großen und Ganzen können wir uns mit der Schülerschaft glücklich schätzen.