
Egal ob „Flucht in den Berg“ oder „Schattenboxer“ - die Jugendlichen sind von den Büchern des Autoren Heinrich Peuckmann begeistert. Im Januar besuchte uns der dieser am Stein und gab Schülern der sechsten und siebten Klasse eine Kostprobe.
Am Freitag, den 19.01.2018 besuchte der bekannte Autor Heinrich Peuckmann im Rahmen eines Literaturprojektes eine sechste und eine siebte Klasse des Steins, um den Schülern einen Einblick in einige seiner Werke zu geben. Organisiert hatte das Deutschlehrerin Frau Wille, die Peuckmann in den Unterricht eingeladen hatte. Hier sollte der 68-Jährige den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu zwei seiner Bücher Rede und Antwort stehen.
Peuckmann, der selbst Vater dreier Kinder ist, war Deutsch- und Religionslehrer am Bergkamener Gymnasium, bis er sich 2011 in den Ruhestand begab. Schon während seiner Lehrertätigkeit verfasste der in Kamen lebende Autor Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays, Reportagen, Theaterstücke, Hörspiele, Kinderbücher und Krimis.
Nun hatten de Schüler der beiden Klassen also die Möglichkeit, Fragen zu dem Roman, den sie im Unterricht gelesen hatten, zu stellen, sich aber auch zu ganz allgemeinen Fragen direkt an den Verfasser zu wenden.
Wie sind sie dazu gekommen Autor zu werden?
Durch mein erstes Zusammentreffen mit einem Lehrer der Schriftsteller war. Außerdem habe ich auf der weiterführenden Schule von Herr Schlabach viel über Literatur gelernt und in der Uni traf ich auf einen Professor, der Puppentheater machte.
Wann haben Sie Ihr erstes Buch geschrieben?
Mein erstes Buch „Vaters Freunde“ habe ich 1984 geschrieben, welches eine Kurzfassung von „Flucht in den Berg“ ist.
Wie lange arbeiten sie an einem Buch?
Da ich meine Ideen, die Konzepte, die Ausformulierungen und die Änderungen alles eigenständig entwickele, arbeite ich an einem Buch ca. ein halbes Jahr.
Wie viele Bücher haben Sie schon geschrieben?
Insgesamt habe ich 58 Bücher geschrieben, wovon zwei ganz neu bei der Leipziger Buchmesse erscheinen.
Gibt es Tage, an denen Sie keine Ideen haben?
Natürlich! Dann setzte ich mich meistens unter den Baum im Garten und mache eine Pause. Danach fällt mir meistens wieder etwas ein, womit ich mein Buch fortsetzten kann.
Woher nehmen Sie ihre Ideen für ihre Bücher?
Meine Ideen kommen durch das viele lesen, da ich für Kamener Verhältnisse ungewöhnlich viel gelesen habe. Außerdem habe ich mir meistens etwas Ungewöhnliches vorgestellt, wie zum Beispiel ein Hund in der Schule oder ein Polizist der weint.
Wie beschreiben Sie das Gefühl, wenn sie ein Buch vollendet haben?
Sehr schön, da es nach der anstrengend Zeit schön ist zu wissen, dass man etwas geschafft hat.
Wie ist die Arbeit pro Tag einzuschätzen?
Ich schreibe mindestens zwei bis drei Sätze am Tag und am Wochende meistens eine Seite. Dabei finde ich es wichtig, den Faden nicht zu verlieren.
Was sind Ihre Quellen?
Ich verwende Material und Bilder von zu Hause.
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Eigentlich immer das, was ich gerade neu geschrieben und vollendet habe.
Was ist Ihr Lieblingsbuch von anderen Autoren?
I
ch bevorzuge Bücher von Autoren, die ich gerne lese und mag. Das sind meistens Autoren, die im Schriftstellerverband sind. Außerdem geben mir andere Autoren Inspiration.
Wie kommen Sie auf die Namen der Charaktere?
Wenn ich durch die Straße gehe, kommen mir Erinnerungen an die Kindheit und ich halte mich an Plätzen auf, an denen meine Geschichten aus dem Milieu spielen.
Im Anschluss von Herr Peuckmanns Vorlesung berichteten die Schüler von ihren Eindrücken:
„Das Buch ist sehr schön zu lese. Außerdem ist das Thema gut gewählt und man konnte sich mit dessen Hilfe gut in die Geschichte hineinversetzten.“
„Der Roman wurde realistisch gehalten.“
„Es war sehr interessant zu sehen, wie das Buch aus der Sicht des Kindes erzählt wird.“
