Mit der Einsendung der letzten Unterlagen für die Bewerbung um den Status der IB-Schule und der anschließenden Annahme hat das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium die größte Hürde auf dem Weg zur IB-Schule genommen.
Zu Verdanken ist dieser großartige Erfolg vor allem dem IB-Team des Steins unter Führung des Schulkoordinators Herrn Flick. "Das Team hat viel Zeit und Motivation in die Bewerbung gesteckt", erklärte der Schulleiter Herr Kasselmann. Mit ein paar einfachen Anschaffungen wie Büchern und der Bewerbung für das IB ist es nämlich noch nicht getan. "Wir haben ganz neue Curricula entworfen, damit man das Abitur und das IB zusammen erwerben kann", bestätigt Herr Flick. Während der Arbeit war es dem IB-Team besonders wichtig, darauf zu achten, dass das Arbeitspensum für Schüler noch zu bewältigen ist. Deshalb wurde auch ein möglicher Stundenplan eines IB-Schülers entworfen.
Und bereits jetzt haben sich zehn Interessenten für den Erwerb des IBs gefunden. Diese Schüler müssen aufgrund des größeren Arbeitspensums natürlich mehr Leistungsbereitschaft und Motivation mitbringen. Darüber hinaus sind gute oder sehr gute Kentnisse der englischen Sprache ein Muss, weil der Großteil der abgefragten Fächer - wegen des internationalen Abschlusses - auf Englisch unterricht werden. Außerdem müssen angehende IB-Absolventen andere zusätzliche Leistungen, die für das normale Abitur nicht nötig sind, erbringen. Hierzu zählen Präsentationen und Essays.
Bisher kann das IB nur bei rund 18 Schulen in NRW erworben werden, viele davon sind Privatschulen, die meist nur den Erwerb des IB und nicht den des Abiturs zusätzlich anbieten. Ein weiterer Vorteil des IBs am Stein ist ist, das die Prüfungskosten, die hier im Gegensatz zum Abitur anfallen, weitgehend von der Stadt getragen werden. Letztere hat für das Projekt über einen Zeitraum von fünf Jahren 85.000€ zur Verfügung gestellt. Von dem Geld werden zunächst einmal die schon angesprochenen Anschaffungen bezahlt, aber auch die zahlreichen Lehrerfortbildungen, "die nicht vor der Haustür in Bad Sassendorf stattfanden", wie Herr Kasselmann anmerkte, "sondern in Frankfurt, London und Barcelona". Durch den Austausch aus aller Welt hat das IB-Team auch weitere für den regulären Unterricht wertvolle Impulse mitgenommen, von dem Projekt IB am Stein profitieren also nicht nur solche, die sich für den Erwerb des Zertifikats enstscheiden, sondern auch jeder "normale" Schüler im Unterricht.
Um den Traum vom IB zu erfüllen, kommt im Frühling nächsten Jahres noch eine IB-Delegation, um die Qualität des Unterrichts am Stein zu überprüfen, aber auch um festzustellen, ob das Stein die von der Organisation gestellten Anforderungen richtig umsetzt. "Diesem Termin sehe ich allerdings wegen der hohen Motivation in unserem IB-Team enstpannt entgegen", versicherte der Schulleiter .