Vom 6. bis zum 11. Oktober 2024 unternahmen der Pädagogik-Leistungskurs von Frau Rausch und der Mathematik-Leistungskurs von Herrn Wiesendahl eine Studienfahrt nach Berlin.
Ziel der Reise war es, die deutsche Geschichte und Kultur vor Ort zu erkunden und Einblicke in politische sowie gesellschaftliche Themen zu gewinnen.
Ankunft und erste Erkundungen
Die Reise begann am Sonntag, den 6. Oktober 2024, mit einem frühen Treffen am Hauptbahnhof Hamm. Nach einer etwa vierstündigen Zugfahrt erreichten wir Berlin und checkten im A&O Hostel Berlin Friedrichshain ein. Nach der Unterbringung des Gepäcks, das aufgrund der engen Wendeltreppe etwas umständlich war, starteten wir direkt eine erste Erkundungstour. Zu Fuß besichtigten wir das Brandenburger Tor, den Gendarmenmarkt und den geschichtsträchtigen Bebelplatz, der als Ort der Bücherverbrennungen während der NS-Zeit bekannt ist. Den Abend schlossen wir mit einer thematisch bereichernden Schifffahrt auf der Spree ab, bei der ein Reiseführer historische Hintergründe und Anekdoten auf Englisch vermittelte. Nach über 24.000 Schritten konnten wir unsere Zimmer beziehen, die trotz negativer Bewertungen überraschend zufriedenstellend waren.
Einblick in die Politik
Am Montag stand die deutsche Politik im Fokus. Nach einem Vortrag im Bundestag, der die Arbeitsweise des Parlaments erläuterte, erhielten wir durch einen Vertreter eines Abgeordneten spannende Einblicke in den Alltag eines Parlamentsmitglieds. Anschließend nahmen wir an einem Rollenspiel im Bundesrat teil, bei dem wir die Gesetzgebung aus der Perspektive verschiedener Bundesländer nachstellten. Diese Aktivität verdeutlichte auf anschauliche Weise die Funktionsweise des föderalen Systems und bereitete den Teilnehmenden viel Freude.
Alltag und Geschichte der DDR
Der Dienstag begann mit einem Besuch des DDR-Museums, das durch interaktive Elemente wie die Simulation einer Trabant-Fahrt oder die Besichtigung einer originalgetreuen Wohnung das Alltagsleben in der DDR lebendig machte. Ein ursprünglich geplantes Zeitzeugengespräch erfüllte nicht ganz die Erwartungen, da die Sprecherin weder in der DDR lebte noch den Mauerfall miterlebte. Dennoch hatten wir im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Stadtführung entlang des Todesstreifens der Berliner Mauer die Gelegenheit, von einem Stadtführer aus Ostberlin aus erster Hand zu erfahren, wie das Leben in der geteilten Stadt aussah.
Theater und Holocaust-Gedenken
Am Mittwoch besuchten wir das Berliner Ensemble, um das Theaterstück „Woyzeck" anzusehen. Eine kurze Einführung half uns, die Inszenierung besser zu verstehen. Der Donnerstag war der Auseinandersetzung mit dem Holocaust gewidmet. Führungen im Jüdischen Museum sowie ein Workshop am Denkmal für die ermordeten Juden Europas ermöglichten es uns, uns intensiv mit diesem Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Die Arbeit an den verschiedenen Stationen und die Zitate von Verfolgten machten die Erfahrungen besonders eindrücklich.
Technik und Abschied
Am Freitag besuchten wir das Deutsche Technikmuseum, wo wir Einblicke in die Geschichte der Schifffahrt und der Dampflokomotiven erhielten. Auch wenn das Thema nicht alle gleichermaßen interessierte, bot das Museum einen gelungenen Abschluss der Reise. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um die verbleibenden Stunden in Berlin individuell zu gestalten.