
„Heute leider geschlossen!“ Solch ein Schild könnte demnächst an der Tür hängen, wenn dutzende Schüler in der Pause in die Cafeteria strömen wollen, um sich zu stärken. Der Grund: Es finden sich nicht mehr genug helfende Eltern. Darum braucht es nun eine Rettungsaktion…
18 Jahre engagieren sich Mütter, Väter und manchmal auch Omas und Opas unserer Schüler nun schon ehrenamtlich. Sie sorgen dafür, dass die Bewohner des Steins mit leckeren Speisen und Getränken versorgt werden, um zu Kräften kommen. Bereits die Entstehung der Cafeteria ist dem Einsatz von Eltern zu verdanken: Der Bau wurde nicht nur von ihnen initiiert, einige legten sogar selbst Hand mit an. Und auch das Prinzip der Stein-Versorgung ist einzigartig! Anders als an anderen Schulen erfolgt die Verpflegung nicht durch einen externen Caterer, sondern durch unsere engagierten Eltern, die nicht nur ihrem Kind, sondern auch allen anderen damit etwas Gutes tun.
Leckere Speisen werden eigens zubereitet, um den kleineren und größeren „Steinchen" den Tag in der Schule zu versüßen. Schließlich braucht Lernen Kraft und Energie; da müssen die Reserven stets aufgefüllt werden. Das alles machen die „Cafeteria-Mütter“ möglich, die gar nicht immer Mütter sein müssen, sondern gerne auch mal Väter, Tanten, Onkels, Omas, Opas oder einfach auch nur Bekannte.
Morgens, wenn die Steinschüler in Scharen in die Klassenräume ziehen, starten auch sie ihre Mission: Gurken und Tomaten schneiden, Brötchen schmieren und liebevoll belegen, Salate und Quark zubereiten, Pizzabrötchen backen, Frikadellen braten… - schließlich will alles fertig sein, wenn in der Pause die hungrigen Steinschüler zu Scharen in die Cafeteria strömen.
„Die Cafeteria ist der beste Ort der Schule!“, sind sich alle einig - egal ob jung oder alt, ob Schüler oder Lehrer. Ein Fünftklässler, der im Rahmen des Deutschunterrichts einen Brief über seine ersten Eindrücke am Stein verfassen soll, bringt das zum Ausdruck, was alle denken: „Das Tollste am Stein ist die Cafeteria. Da gibt es leckere Sachen, die von netten Eltern verkauft werden und außerdem kann ich da gemütlich mit meinen Freunden sitzen und die Pausen verbringen.“
Doch genau das scheint nun in Gefahr zu geraten. In den letzten drei Jahren nahm die Zahl der Anmeldungen als „Cafeteria-Mutter“ deutlich ab. Immer weniger Eltern finden die Lust oder Zeit, am „schönsten Ort der Schule“ mitzuhelfen. Ober-Cafeteria-Mutter Heike Wünsche schlägt Alarm: „Leider hat das Engagement in den letzten zwei, drei Jahren stark nachgelassen. Wir haben nicht mehr ausreichend Anmeldungen.“ Sollte sich dieser Trend nicht bald ändern, droht der Stein-Cafeteria der Super-GAU: „Es könnte sein, dass sie für die Schüler nicht mehr täglich öffnen könnte, sondern nur noch an einzelnen Tagen“, beschreibt Heike Wünsche die Auswirkungen. Jeder kann sich vorstellen, dass dies für die hungrigen Schüler des Steins eine Katastrophe wäre.
Aus diesem Grund werden dringend weitere helfende Hände gesucht: „Ein einziger Vormittag im Monat würde schon ausreichen, um uns zu unterstützen.“, beschreibt die Ober-Cafeteria-Mutter, die bereits seit 18 Jahren ehrenamtlich im Dienste der Cafeteria tätig ist, den zeitlichen Aufwand, den man erbringen müsste. Doch der kleine „Hilfsdienst“ macht zudem auch sehr viel Spaß, schließlich kommt man beim Verkauf der leckeren Speisen in Kontakt mit anderen „Cafeteria-Müttern“ und mit den Schülern. „Das sind immer nette Gespräche und man bekommt eine Menge vom Schulleben mit!“, bestätigt eine Mutter.
Die Schüler dürften diejenigen sein, die sich über Ihre Unterstützung freuen, bevor es bald vielleicht heißt: „Heute leider geschlossen!“
Also helfen Sie mit!!!
Interessierte Mütter, Väter, Tanten, Onkels, Omas oder Opas melden sich bitte bei Frau Wünsche unter 02388/1613 oder füllen das Anmeldeformular aus und geben dieses im Sekretariat der Schule ab.
Das Anmeldeformular sowie weitere Infos finden Sie hier!